Saturday 27 May, 2017
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Baugewerbe fordert Änderung bei Entsorgung von Dämmstoffen


Veröffentlicht: 04 December 2016 Sunday, 07:24  AM

Baugewerbe fordert Änderung bei Entsorgung von Dämmstoffen

Bonn, Dec 02 (deutschenews24.de/AFP) – Das Baugewerbe dringt auf Korrekturen bei den Entsorgungsregeln für Dämmstoffe. Materialien mit dem Flammschuztmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) dürften nicht länger als gefährlicher Abfall eingestuft werden, forderte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, am Montag. Diese seit Oktober geltende Neuregelung sorge für "erhebliche Entsorgungsengpässe" in der Bauwirtschaft. Eine Änderung sei deshalb "dringend notwendig".

Der Verband verwies darauf, dass die Entsorgung dieser Dämmstoffe schwieriger und teurer geworden ist. Durch die Neueinstufung würden nun bis zu 7000 Euro pro Tonne fällig, nachdem es zuvor etwa 200 Euro gewesen seien. Dies sorge für "große praktische und finanzielle Schwierigkeiten" bei den Unternehmen und ihren Auftraggebern. "Insbesondere die Gebäudesanierung kommt ins Stocken. Denn die Unternehmen wissen nicht, wie sie ausgebautes Dämmmaterial wieder loswerden", erklärte Pakleppa.

Der Verband richtete die Forderung nach Korrekturen an die Umweltminister der Länder, die von Mittwoch bis Freitag in Berlin beraten. Umweltminister von Bund und Ländern müssten die Abfallverzeichnis-Verordnung ändern und ermöglichen, dass HBCD-haltige Dämmstoffe künftig nicht mehr als gefährlicher Abfall eingestuft werden.

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