Wednesday 22 November, 2017
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Forsa sieht SPD bei 31 Prozent


Veröffentlicht: 08 February 2017 Wednesday, 02:10  PM

Forsa sieht SPD bei 31 Prozent

dpa/AFP / Carsten Rehder Schulz zieht SPD nach oben

Hamburg, Feb 08 (deutschenews24.de/AFP) - Die SPD befindet sich weiter im Umfrage-Aufschwung: Im Sog der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten kletterte die Partei in dem am Mittwoch veröffentlichten "Stern-RTL-Wahltrend" im Vergleich zur Vorwoche um fünf Prozentpunkte auf 31 Prozent. Es ist das erste Mal seit mehr als vier Jahren, dass die SPD in dieser Befragung die 30-Prozent-Marke knackt.

Die Union büßte demnach im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und kommt auf 34 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner bewertete den zusammenschmelzenden Vorsprung der Union allerdings zurückhaltend. Eine so entschiedene Wechselstimmung wie 1998, als Gerhard Schröder (SPD) den CDU-Kanzler Helmut Kohl ablöste, sei momentan noch nicht auszumachen, sagte Güllner dem "Stern".

Die Grünen und die Linke liegen in der Umfrage jeweils bei acht Prozent, die AfD bei zehn Prozent. Die FDP erreicht fünf Prozent.

Auch bei der Kanzlerpräferenz gewinnt Martin Schulz weiter dazu und liegt nun mit der Unionskandidatin Angela Merkel (CDU) gleichauf. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich 37 Prozent der Wahlberechtigten für Schulz entscheiden, das sind vier Punkte mehr als in der Vorwoche. Ebenfalls 37 Prozent erhält Angela Merkel, die fünf Punkte verloren hat.

Der designierte SPD-Vorsitzende Schulz kann demnach nicht nur 78 Prozent der eigenen Anhänger hinter sich versammeln, sondern liegt in der Kanzlerfrage aktuell auch bei den Anhängern der Grünen und der Linken sowie bei den Arbeitern, den Angestellten und vor allem den Beamten vor Merkel.

Bei der Einschätzung der politischen Kompetenz - welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird - gewinnt die SPD zwar zwei Punkte hinzu, liegt mit 13 Prozent aber immer noch weit unter dem Wert von 31 Prozent für die Union.

Forsa befragte vom 30. Januar bis 3. Februar im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL insgesamt 2501 Bundesbürger. Die mögliche Fehlerabweichung liegt bei 2,5 Prozentpunkten nach oben oder unten.

Zuvor sah eine am Montag veröffentlichte Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung die SPD erstmals seit Jahren sogar vor der Union. Die SPD erreichte in der Umfrage 31 Prozent, CDU/CSU kamen nur auf 30 Prozent.

 

/mrf/