Monday 24 June, 2019
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Warnstreiks an Schulen in mehreren deutschen Bundesländern


Veröffentlicht: 01 February 2017 Wednesday, 01:51  PM

Warnstreiks an Schulen in mehreren deutschen Bundesländern

Einen Tag nach der ergebnislos verlaufenen Tarifrunde für Beschäftigte der Länder sind angestellte Lehrer und Sozialpädagogen in mehreren Bundesländern in Deutschland in Warnstreiks getreten. Protestaktionen gab es am Mittwoch in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. In den nächsten Tagen könnten Unikliniken, Polizei, Justizverwaltung und Straßenmeistereien betroffen sein. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief für Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik an Hamburgs Schulen auf.

In Nordrhein-Westfalen rief die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch ihre etwa 10 000 tarifbeschäftigten Mitglieder zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Sie wollte damit den Druck im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen. «Die Resonanz wächst», sagte ein Sprecher der GEW NRW zur Streikbeteiligung. Zahlen nannte er zunächst nicht.

In Niedersachsen traten nach GEW-Angaben mehrere hundert Lehrer und Schulbedienstete in den Ausstand. Er gehe von bis zu 500 Angestellten aus. «Die Eltern sind informiert worden», sagte Rüdiger Heitefaut von der GEW. Für eine Betreuung der Kinder sei gesorgt.

Auch tausende angestellte Lehrer und Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern blieben aus Protest der Arbeit fern. Sie machten sich auf den Weg zu einer landesweiten Kundgebung des öffentlichen Dienstes in Schwerin.

Am Dienstag war die zweite Verhandlungsrunde ohne konkrete Ergebnisse oder ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Die Forderungen der Gewerkschaften belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von sechs Prozent. Die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), hatte wiederholt deutlich gemacht, dass sie die Gewerkschaftsforderung mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent Plus für viel zu hoch hält. Bei den Verhandlungen geht es zunächst um die Entgelte von rund einer Million Angestellten der Länder. Die Abschlüsse sollen dann auf die 2,2 Millionen Beamten von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre übertragen werden.

 

/mrf/