Monday 24 June, 2019
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Oberste Bundesbehörden erhöhen Frauenanteil in den eigenen Führun


Veröffentlicht: 01 February 2017 Wednesday, 01:43  PM

Oberste Bundesbehörden erhöhen Frauenanteil in den eigenen Führun

Es gibt 24 Ministerien und andere höchste Bundesbehörden/dpa/AFP/Archiv / Sebastian Gollnow

Berlin, Feb 01 (deutschenews24.de/AFP) - Auf den Leitungsebenen der obersten Bundesbehörden gibt es Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung - aber auch Nachholbedarf. Der Anteil von Frauen mit Vorgesetzten- und Führungsaufgaben stieg 2016 nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch im Vorjahresvergleich um eineinhalb Prozent auf 34 Prozent. Das ist aber weniger als in der Laufbahngruppe des höheren Diensts insgesamt (45 Prozent).

Im Auftrag des Bundesfrauen- und Familienministeriums erfasst das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jedes Jahr zum Stichtag 20. Juni für einen sogenannten Gleichstellungsindex das Geschlechterverhältnis unter den Mitarbeitern der 24 obersten Bundesbehörden. Das sind Ministerien sowie verschiedene weitere Institutionen von der Bundestagsverwaltung über das Bundesverfassungsgericht bis hin zu Bundesbankzentrale und Bundesrechnungshof.

Zur Leitungsebene zählen demnach etwa Referats- und Unterabteilungsleitungen. Höchste politische Führungsfunktionen wie Ministerposten, Parlamentarische Staatssekretärs- oder Präsidentenämter bleiben dabei unbeachtet. Der Frauenanteil erhöhte sich demnach in allen Bundesbehörden außer dem Bundeskriminalamt, wo er um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent sank.

In den obersten Bundesbehörden arbeiteten zum Stichtag 2016 rund 24.500 Menschen, davon etwa 8800 im höheren Dienst und 2460 mit Vorgesetzten- und Führungsaufgaben. Von diesen war demnach etwa ein Drittel weiblich. Am niedrigsten war der Frauenanteil auf dieser Ebene mit 21,7 Prozent im Bundesrechnungshof, gefolgt vom Bundesfinanzministerium (23 Prozent).

Am höchsten war der Frauenanteil hingegen in der Leitungsebene des Bundesfrauen- und Familienministeriums (56 Prozent), im Sekretariat des Bundesrats (50 Prozent) und im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (45,1 Prozent).

"Wir haben viel geschafft", erklärte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) zu den Zahlen. "Über ein Drittel Frauen in Führungsverantwortung zeigt: Es geht voran mit der Gleichstellung von Frauen und Männern in den obersten Bundesbehörden."

 

/mrf/